09. April Doktor Fledermaus im Frühling

Der Frühling wird in der Operette ja nun wirklich ausreichend und himmelhoch jauchzend besungen. Dabei ist es ganz egal ob es um die Farbenpracht von San Remo zu dieser Jahreszeit  oder den Veilchen- oder Fliederduft in Berlin und Paris geht. Auf der Operettenbühne hat der Frühling ganzjährig Saison. Im Jahreskreis kommt er nur einmal – und zwar jetzt. Auch auf meinem Schreibtisch wehte mit dem Frühlingswind einen ganzen Stapel neuer Aufgaben. Die Planungen zu „Walzervisionen1914“ gehen in die nächste Phase. (Kennt jemand von Ihnen zufällig eine gute Sopranistin im Großraum Köln, die sich da möglicherweise noch engagieren will, wenn ja bitte fleißig das Kontaktfeld nutzen.) Ein neues Samstagskonzert ist gerade in der Pipeline, und der Vortrag über Leo Falls Rokoko-Operette wächst und gedeiht. Glücklicherweise bleibt mir noch ein klein wenig Zeit übrig, um das aktuelle Frühlingswetter zu genießen.

 

 

Doktor Fledermaus zum Rosenmontag

In Köln zur 5. Jahreszeit
Ist man zum Frohsinn stets bereit.
Ein kleiner Flirt lockt en passant
dem gut gelaunten Bonvivant.
Drum tanzt als gäbs kein Morgen mehr.
Hier kommt ein Tango: bitte sehr.

www.youtube.com/watch?v=v8q4qrt78zQ

 

 

Doktor Fledermaus forscht…

Der Operettensommer 2014 wirft jetzt schon seine Schatten voraus, und auch in diesem Jahr hat mich der Ruf nach Bad Ischl ereilt. Hinter der Bühne werde ich wieder als Regieassistent, Abendspielleiter und Nothelfer in allen Lebenslagen aktiv sein. Allerdings kommt in diesem Jahr noch hinzu, das ich auf dem fetivalbegleitenden Symposion einen Vortrag halten werde: Thema:Von Fakten und Fiktion – Über die Darstellung historischer Persönlichkeiten in Leo Falls Rokoko-Operetten. Im Mittelpunkt stehen die Werke „Madame Pompadour“, „Die Kaiserin“ und „Der süße Kavalier“. Habe heute mit den Recherchen begonnen:  Forschungsgegenstand sind „zwei reizende Damen aus der Zeit des Rokoko“ (Maria Theresia und die Marquise de Pompadour) sowie ein ebenso historisch beglaubigter wie skandalumwitterter Crossdresser: der Chevalier D’Eon.

„Sterne der Bühne erstrahlen so schön…

… wenn sie am Abend im Rampenlicht stehen…“

Zugegeben, noch steht Emmerich Kálmáns Operette „Die Bajadere“ nicht im Rampenlicht. Schließlich war heute erst Generalprobe. Doch zeigte sich heute hinter verschlossenen Türen und (noch) unsichtbar für das Publikum, wie dieses faszinierende Werk klingen kann, wenn man es auf Hochglanz poliert und in der S-Klasse präsentiert. Denn die Sterne der Bühne werden morgen nicht nur in der Operette besungen, sie werden auf dem Podium stehen. Kein Geringerer als Richard Bonynge wird am Pult des WDR Rundfunkorchesters stehen, und Rainer Trost wird als Prinz Radjami zu hören sein. Diese Besetzung verspricht, dass die morgige Aufführung ein einziger Klangrausch mit hohem Suchtfaktor wird. Medizinische Risiken und Nebenwirkungen können allerdings ausgeschlossen werden.

„Oh, Bajadere….

wie Dein Bild mich betört….“

Am Freitag ist es endlich so weit. Emmerich Kálmáns Operettenjuwel wird in der Kölner Philharmonie konzertant aufgeführt und zwar mit einem Stardirigent am Pult des WDR Rundfunkorchesters Richard Bonynge. Auf dieses Ereignis freue ich mich seit Wochen,   wie ein Kind aufs Christfest. Was mich besonders stolz macht: Ich werde mit dabei sein, nicht nur im Publikum sondern auf dem Podium.

 

Jahresvorschau 2014

Ein neues Jahr hat begonnen. Kaum aber wurde in der Silvesternacht die letzte Rakete abgefeuert und das letzte Sektglas geleert, hieß es für mich am Neujahrsmorgen: Ärmel hochkrempeln; allerdings  erst nach dem obligatorischen Neujahrskonzertes der Philharmoniker. Das neue Jahr bringt spannende Projekte, die von langer Hand vorbereitet werden wollen. Wie beispielsweise meine erneute Assistenz beim Lehárfestival in Bad Ischl im Sommer. In diesem Jahr soll ich dort nicht nur die Produktion von Franz Lehárs Operette „Der Graf von Luxemburg“ betreuen, sondern auch noch einen Vortrag auf einem Symposion halten, das dieses Festival begleiten wird. Für das Jahresende ist gerade mit dem Kunstverein 68/11 in Köln ein Großprojekt zum Andenken an den Ausbruch des ersten Weltkriegs vor 100 Jahren in der Vorbereitung. Der Arbeitstitel lautet „Walzervisionen 1914“. Geplant ist eine Kunstperformance, die Literatur, Tanz und Musik miteinander verbindet, von den ersten bis zu den letzten Tagen der Menschheit. Daneben werden auch im Jahr 2014 wieder Sendungen für den Rundfunk geschrieben, Messen gesungen und Operetten besucht. Ich freue mich auf ein ereignisreiches Jahr.

Silvestergedanken von Doktor Fledermaus

Wenn ein Jahr zu Ende geht,
ein neues vor der Türe steht.
Das Alte geht auf leisen Sohlen,
ein neues kommt und fragt verstohlen:
„Jetzt bin ich da, was soll ich hier,
Was macht ihr bitteschön aus mir?“
Kopfschüttelnd fragen wir zurück
„Bringst Du uns denn auch das Glück?
Hast du parat den großen Kick,
oder den Durchbruch im Nahostkonflikt?
Hast Du Sportevents in petto
Und bringst uns endlich mehr brutto und netto?
Das neue Jahr schaut irritiert
Und sagt ein wenig konsterniert:
„Ich bin doch nicht der Weihnachtsmann,
Die Dinge gehen nur Euch was an.
Ich bring in 365 Tagen
Die Zeit zur Lösung dieser Fragen.“
Doch heute an des Jahres Wende,
heißt es feiern ohne Ende.
Champagner trinken, Polka tanzen
Das Jahr begrüßen, Froh im ganzen.
http://www.youtube.com/watch?v=SZWm1pI-KZ8

Silvestermenü nach Doktor Fledermaus

„Ich lade gern mir Gäste ein“. Diesem Motto frönt man besonders gerne zu Silvester. Doch kaum hat man die Gästeliste komplett, stellt sich die Frage: Was setzt man seinen Gästen vor.  Wie in allen Lebenslagen weiß auch hier die Operette rat. Deshalb verrate ich Ihnen nun meine absoluten Lieblingsrezepte zum Jahreswechsel: operettig inspiriert und zu 100% vegetarisch.

 

VORSPEISE

Pastinakensuppe à la „Eva“

 

In Franz Lehárs selten gespielter Operette „Eva“ dreht sich alles um ein einfaches Arbeitermädchen, das sich in den neuen Fabrikbesitzer verliebt. Und so raffiniert wie Lehár diese Operette komponiert, ist auch das folgende Rezept. Die erdige Pastinake verbunden mit exotischem Ingwer. Ein Geschmackserlebnis der besonderen Art.

 

http://www.youtube.com/watch?v=BygUOI8TOSE

 

Man nehme

–       Olivenöl

–       1 große Zwiebel

–       1 Porreestange

–       2 Karotten

–       800 Gramm Pastinaken

–       4 Esslöffel frischen, geriebenen Ingwer

–       2 Knoblauchzehen

–        abgeriebene Schale einer halben Orange

–       ½ Liter Gemüsebrühe (am besten selbstgemacht)

–       225 ml. Orangensaft

–       Gewürze, Schnittlauch /Frühlingszwiebeln zum bestreuen

 

Das Öl bei mittlerer Hitze in einem großen Topf erwärmen. Darin Zwiebel und Porree etwa 5 Minuten andünsten. Ab und zu umrühren.

Karotten, Pastinaken, Ingwer, Knoblauch, Orangenschale und Brühe zugeben. Kurz aufkochen. Bei reduzierter Hitze und geschlossenem Deckel ca. 40 Minuten köcheln. Gelegentlich umrühren.

Suppe etwas abkühlen lassen, dann im Mixer oder mit dem Pürierstab glatt pürieren. Danach den Orangensaft einrühren. Ist die Suppe zu dickflüssig, weiteren Saft oder Brühe zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Bei geringer Hitze etwa 10 Minuten leicht köcheln lassen. Auf vorgewärmte Teller füllen, mit Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln garnieren und servieren

 

 

ZWISCHENGANG

Scharfe Steinpilzpasta à la „Der süße Kavalier“

 

In diesem Operettenjuwel von Leo Fall geht es um die Amouren des historisch beglaubigten „Chevalier D’Eon“. Im 18. Jahrhundert war er der Trumpf in Frankreichs diplomatischem Corps. Als erster Crossdresser der Geschichte antichambrierte er als Frau verkleidet bei Katharina der Großen und fädelte politische Bündnisse ein, die Frankreichs Vormachtstellung in Europa sicherten. Natürlich geht es in der Operette nicht so politisch brisant zu. Sie zeigt aber wie sich einige Änderungen in der Farbschattierung Wunder wirken können. Dass die Farben Rouge et Noir nicht nur beim Make-up sondern auch in der Küche dominieren, zeigt folgendes Rezept.

 

http://www.youtube.com/watch?v=O0i_VmIcn4c

 

Man nehme

Olivenöl

1 Schalotte

1 Knoblauchzehe

1 geraspelte Karotte

400 Gr. Steinplize

2 El. Sambal Oleck

Passierte Tomaten

Roter und schwarzer Pfeffer

Paprika

Ein Schuss Rotwein

Ein Schuss Sahne

250 Gramm Pasta (nach Belieben)

 

In einer Pfanne Olivenöl Schalotten und Knoblauch scharf anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind, danach die geschnittenen Pilze dazugeben, mit Rotwein ablöschen und die Temperatur reduzieren. Auf mittlerer Hitze das ganze schmoren lassen, bis Pilze gar sind.

Die Pasta in kochendem Salzwasser garen.

Dann die köchelnden mit Pilze Sambal Olek, den pürierten Tomaten und der geraspelten Karotte vermengen, und noch mal ein bisschen ziehen lassen.

Am Schluss mit den Gewürzen abschmecken und nach belieben mit Sahne verfeinern.

 

Hauptgang

Königliches Gemüse, gefüllte Champignonkronen an Pommes Dauphine

 

Karl Millöckers Operette „Gräfin Dubarry“ wäre wohl dem Vergessen anheim gefallen, wäre sie nicht in den 1930er Jahren von Theo Mackeben für die Operettendiva Gitta Alpar entdeckt und bearbeitet worden. Leider hat die historische Madame Dubarry (die wohl skandalumwittertste Maitresse von Louis XV.) der Nachwelt wenig hinterlassen; wenn man mal von einem äußerst kalorienreichen Rezept zur Zubereitung von Blumenkohl absieht. Deshalb gibt es als Hautgericht wahrhaft königliche Gemüsevariationen.

 

http://www.youtube.com/watch?v=nHfj_K5z_zE

 

Blanchierte Prinzessbohnen  

 

Man nehme:

500 Gramm grüne Bohnen

1 Schalotte

1 Knoblauchzehe

6 Esslöffel Gemüsebrühe

Olivenöl

Eiswasser zum Abschrecken

 

Die Stängel der Bohnen entfernen, die Bohnen waschen und ins sprudelnd kochende Salzwasser geben. Da der Kochvorgang trotzdem sofort unterbrochen wird, die Platte auf höchster Stufe lassen. Wenn das Wasser wieder kocht, nach 4-6 Minuten, je nach Dicke der Bohnen, diese abseihen und sofort in eine größere Schüssel mit Eiswasser geben, damit der Kochvorgang unterbrochen wird und die grüne Farbe bestehen bleibt. Nach wenigen Minuten die Bohnen aus dem Wasser nehmen und bis zur Weiterverwendung auf einem Tuch abtrocknen und kühl lagern.

Zum Fertiggaren Schalotten und Knoblauch im Öl in ca. 5 Minuten glasig anbraten, die Bohnen dazu geben, mehrfach wenden und die Gemüsebrühe angießen. Alles 2-4 Minuten sanft einkochen lassen, bis die Bohnen gar aber noch bissfest sind.

 

Blumenkohl à la Madame Dubarry

 

Man nehme

1 Blumenkohl

100 Gramm geriebenen Emmentaler

60 Gramm geriebenen Parmesan

4 Eier

2 Esslöffel Senf

Etwas Mehl

Semmelbrösel

 

Den Blumenkohl putzen, in Röschen teilen und waschen. In reichlich Salzwasser bissfest garen (ca. 10 Minuten), in ein Sieb abgießen, kalt abschrecken und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Emmentaler und Parmesan fein reiben, anschließend mit Eiern und Senf verquirlen.  Mit Salz, Pfeffer Muskatnuss und Zitronensaft würzen. Die Blumenkohlröschen in Mehl wenden, dann durch die Eier-Käse-Soße durchziehen und schließlich mit Semmelbrösel panieren. Dann in heißem Fett ausbacken.

 

Pommes Dauphine

Man nehme

100 ml Wasser

15 Gramm Butter

50 Gramm Mehl

1 Ei

500 Gramm Kartoffeln

 

Wasser, Butter und Salz zum Kochen bringen. Topf von der Kochstelle nehmen. Gesiebtes Mehl zugeben, und mit dem Holzlöffel zu einem Kloß rühren. Diesen auf dem Ofen abbrennen, bis sich am Topfboden ein weißer Belag bildet.

Mehlkloß in ein anderes Gefäß geben. Eier sofort, eins nach dem anderen, glatt unterrühren. Gekochte, gesiebte Kartoffeln unterrühren.

Mit Teelöffel abstechen, im heißem Fett bei 180°C in der Friteuse ausbacken.

 

Champignonkronen

 

Man nehme

 

4 – 6 Große Champignons

1 Zwiebel

Knoblauch

Blattspinat (aus der Tiefkühltruhe)

Ein Schuss Weißwein

Sahne

Geriebenen Emmentaler

Gewürze nach Belieben

 

Die Champignons säubern und die Strünke heraustrennen. Die Köpfe in eine leicht gefettet Auflaufform geben.

In einer Pfanne Zwiebeln, Knoblauch und die klein geschnittenen Champignonstrünke  andünsten, mit Weiswein ablöschen und den (aufgetauten) Spinat dazugeben. Mit Gewürzen nach Belieben abschmecken und etwas Sahne dazugeben.

Mit dieser Mischung die Champignonköpfe füllen, mit dem geriebenem Käse bestreuen  und diese dann im Ofen bei 180° Grad ca. 20 Minuten backen.

 

 

Dessert

Birne Helene

 

Die Namensgeberin ist in diesem Fall keine geheimnisvolle Unbekannte, sondern die Titelheldin von Jacques Offenbachs Operette „Die schöne Helene“. Dieses Dessert soll für die Premiere im Dezember 1864 in Paris kreiert von dem berühmten Küchenchef Auguste Escoffier worden sein. Manche munkeln, eigentlich seien die Birnen mit Schokosauce eine Hommage an Hortense Schneider gewesen, die in Offenbachs Stück die weibliche Hauptrolle sang und diverse prominente Verehrer hatte. Und natürlich ist im Leben und auf der Operettenbühne das Dessert die exotisch-erotische Krönung eines jeden Menüs.

 

http://www.youtube.com/watch?v=_nS2yzSlEk0

 

Man nehme

4 reife Birnen

Saft einer Zitrone

200 Gramm Zucker

1 Vanilleschote

150 Gramm dunkle Kuvertüre

Vanilleeis (aus der Tiefkühltruhe)

Geschlagene Sahne

 

Birnen schälen, halbieren, entkernen.

Zitronensaft, Zucker, aufgeschnittene Vanilleschote und Zimtstange in eine große Pfanne geben. 0,5 Liter Wasser angießen und zum Kochen bringen. Birnen mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne und 12-15 Minuten dünsten, dabei ab und zu mit der Kochflüssigkeit beträufeln. Birnen aus dem Sud nehmen und abkühlen lassen.

Kuvertüre im Wasserbad schmelzen.

Vanilleeis auf Desserttellern verteilen, mit je 2 Birnenhälften anrichten, die heiße Kuvertüre darüber gießen und mit etwas geschlagener Sahne servieren.

 

Und natürlich reicht man zum ganzen Menü: CHAMPAGNER!

Doktor Fledermaus aus Abwegen

Mit Riesenschritten ging es in den letzten Tagen auf Weihnachten zu. Auf den Straßen und Plätzen wurde es hektischer, die Konsumtempel quollen über und der öffentliche Personennahverkehr platzte aus allen Nähten.

Anstatt mich in dieser Zeit des allgemeinen Trubels zurückzuziehen, Urlaub zu machen oder seltene Operettenpartituren zu studieren, widmete ich mich in den letzten Tagen der Kirchenmusik. Ja, Sie haben richtig gelesen: KIRCHENMUSIK.

Sicher ein Genre, das keiner mit mir in Verbindung bringen würde. Aber es tut zuweilen wohl das Brettel mit dem Podium, Heuberger mit Haydn und das sündige Chambre Separee mit den – sagen wir mal – zweckmäßig ausgestatteten Räumlichkeiten eines Gemeindezentrums zu vertauschen.

Ein befreundeter Kirchenmusiker hatte mich (unter anderem) gebeten am 2. Weihnachtstag Haydns Nicolai-Messe zu singen und dabei auch solistisch eingesetzt. Und dann hieß es proben bis zum Umfallen: Soloproben, Ensembleproben und Chorpoben. Letztere waren ein kleines Highlight. „Das laute Singen falscher Töne ist tunlichst zu vermeiden“, sagte besagter Kirchenmusiker entnervt im Laufe einer Probe und guckte dabei verdächtig scharf in meine Richtung. Natürlich war ich mir keiner Schuld bewusst. Ich dachte nur angesichts der vielen „Glorias“ und „Hallelujas“: „Was für ein Glück, dass das nicht Glor- oder Hallelu-nein heißt, das wäre dann ja noch schwerer zu singen…

Auf jeden Fall freue mich, musikalisches Neuland zu betreten. In diesem Sinne „Adoramus te“ mit Schmackes und fröhliche Weinachten.

Eine neue Sendung von Doktor Fledermaus: Samstagskonzert 14.12.2013; WDR4

Wenn man dieser Tage durch deutsche Innenstädte geht, könnte einen der Schlag treffen: Schlecht verkleidete Weihnachtsmänner, grell beleuchtete Weihnachtsmärkte und kitschig dekorierte Schaufensterfronten bewerben lauthals die ursprünglich „Stille Nacht“. Dennoch: es blinkt, quietscht und rappelt; überall und permanent. Gönnen Sie sich doch mal eine Auszeit von diesem vorweihnachtlichen Rummel und vertauschen Sie für einen Abend die Glühweintasse mit dem Sektglas. Wollten sie schon immer wissen, wie die Chronique scandaleuse einer ebenso schönen wie hel(l)enistischen Königin  aussieht? Interessierte Sie schon immer, warum Venus die Operettenbühne ausschließlich und grundsätzlich in Seide betritt? Oder wollten Sie schon immer wissen, wie eine Schallplatte Schicksal spielen kann? Antworten auf diese brennenden Fragen gibt am 14.12.2013 ab 20:05 Uhr das Samstagskonzert auf WDR 4. Diese Sendung stammt aus meiner flatterhaften Feder, und ich wünsche Ihnen einen vergnüglichen Abend mit der „Schönen Helena“ (J. Offenbach), einem koketten „Fräulein Loreley“ (P. Lincke), einer waschechten „Kinokönigin“ (J. Gilbert) und nicht zuletzt mit einem attraktiven Vetter aus Dingsda (E. Künneke).